Einmal um die Welt: So feiern andere Nationen Ihre Hochzeiten

Schon einmal darüber nachgedacht wie in anderen Kulturen Hochzeit gefeiert wird? Zum Beispiel in Indien oder China, Brasilien oder auch in unserer Nähe. Wie feiern die Polen? Die Türken oder Engländer? 
Die Hochzeit ist in viele Kulturen ein besonders wichtiges Thema. Geheiratet wird nicht einfach so, sondern die Hochzeit ist mit vielen verschiedenen Bräuchen und Traditionen verbunden. Viele dieser Zeremonien erscheinen uns fremd. Deshalb wollen wir im Folgenden Ihnen diese Kulturen näher bringen, was Sie dazu inspirieren soll, auch auf Ihrer Hochzeit für ein wenig internationales Flair zu sorgen!


Die indische Hochzeit

Die Hochzeitssaison beginnt in Indien traditionell im Dezember und geht meist bis Februar hinein. In dieser Zeit wird alles gegeben & einiges ausgepackt. Bunte Lichter, Kleider, Blumen und Stoffbahnen – prunkvoll ist ein absolutes Muss. Demnach ist es auch völlig normal, auf einer indischen Hochzeit auf bis zu tausend Personen zu treffen. Für das opulente Ausmaß an Essen, Gästen und Kleidern sind die Inder bekannt.

Warum das Ganze?

Von klein auf sparen Inder bereits auf ihre große, prunkvolle Hochzeit, Hochzeitssparverträge sind hier das A und O. Da man davon ausgeht, dass die Hochzeit ein einmaliges Erlebnis sein wird, wird für diesen Tag alles gegeben. In Indien hat die Hochzeit einen ganz besonderen Stellenwert. Es zählt nicht nur als DAS Highlight schlechthin im Leben eines Inders, sondern repräsentiert Wohlstand und finanzielle Sorglosigkeit. Es ist völlig egal was danach noch kommt, heute werden die Rupien ausgegeben als gäbe es kein Morgen!

Bräuche und Traditionen

Arrangierte Ehen sind auch heute im Rahmen des Hinduismus nichts Außergewöhnliches. Die Eltern suchen den passenden Ehepartner aus. Hierbei ist nur wichtig, dass Er oder Sie der gleichen Kaste angehört und aus derselben Bevölkerungsschicht stammt. Um die Wichtigkeit der Gäste zu betonen, sind in Indien die Geschwister des Brautpaares dazu verpflichtet, die Einladungen zur Hochzeit per Hand zu verteilen. Die Braut bekommt wenige Tage bevor sie heiratet das Mehndi – eine Hennabemalung. Je dunkler es wirkt, desto besser soll das Verhältnis zur Schwiegermutter sein. Außerdem bewahrt die Verzierung die Braut vor der Hausarbeit, bis diese verblasst. 

Zu den typischen Traditionen gehören natürlich auch der Baraat – der Hochzeitsumzug. Mit viel Lärm und einem Bräutigam, der auf einem Pferd durch die Straßen zieht. Die Pheras gilt in Indien als eigentliche Hochzeit bzw. Zeremonie. Hierbei umkreisen Braut und Bräutigam sieben Mal ein heiliges Feuer, wobei geklärt wird, wer in den ersten sieben Jahren das Sagen hat, und gelten schließlich als verheiratet.


Die türkische Hochzeit


Vom Antrag bis zur Hochzeitsfeier – türkische Hochzeitsbräuche sind auch heute noch sehr faszinierend und traditionell. Von Anfang bis Ende wird auf einer türkischen Hochzeit alles durchgeplant und läuft gefüllt mit vielen Bräuchen und Traditionen ab. Die türkische Hochzeit steht für einen glücklichen Neuanfang im Leben eines Brautpaares. Deswegen ist es nicht unüblich, dass die Planung einer türkischen Hochzeit völlig ausschweift und die Kosten jeden Rahmen sprengen. Das ist aber glücklicherweise nicht weiter tragisch, da die Kosten traditionell von den Familienangehörigen übernommen werden. 


Die Henna Nacht


Am Abend vor der eigentlichen Hochzeit findet traditionellerweise die Henna-Nacht statt. Hierbei werden Freunde und Familie eingeladen, um die Braut symbolisch zu verabschieden. Meist findet die Henna-Nacht nur im weiblichen Kreise statt. Zur Verabschiedung werden der zukünftigen Braut von einer glücklich verheirateten Frau die Hände und Füße bemalt. Im Anschluss wird die Braut mit traurigen Gesängen zum Weinen gebracht, was aber nicht Dauerzustand einer Henna Nacht sein soll, denn danach wird noch ausgiebig gefeiert.


Der Hochzeitstag

Der festliche Tag wird damit gestartet, dass die Braut aufwendig geschminkt und frisiert wird. Der Bräutigam holt zusammen mit Familie und Freunden seine Auserwählte in deren Elternhaus ab. Hierbei verlangt die Familie der Braut vom baldigen Schwiegersohn eine Mitgift in Form von Gold oder Geld. Die Braut trägt beim Verlassen des Elternhauses ein rot besticktes Tuch über Gesicht & Kopf. Die Farbe Rot soll hierbei tiefe Liebe, Fruchtbarkeit und Wohlstand symbolisieren. Vor dem Elternhaus wird dann zunächst bei türkischer Folkloremusik gefeiert, bevor es mit einem Autokonvoi für Brautpaar, Freunde und Familie zum Festsaal geht. Der Festsaal soll hierbei so üppig und groß wie möglich sein. 

Je mehr Gäste, desto besser die Hochzeit ist hierbei das Motto. Natürlich muss man deswegen versuchen an einer anderen ein wenig Ecke zu sparen, das ist bei der türkischen Hochzeit das Essen. Man serviert eher bodenständiges Essen. Die Türken legen mehr Wert auf eine riesige stimmungsvolle Hochzeit als auf die Vielfalt des Essens. Ein wichtiger Part der türkischen Hochzeit ist die Geschenkzeremonie. Hierbei stellen sich alle Gäste, die ein Geschenk für das Brautpaar haben in eine Reihe und überreichen der Reihe nach Geld, Gold und andere Geschenke. Ein Sprecher teilt der ganzen Gesellschaft mit, wer gerade was geschenkt hat, was für das Brautpaar ein kleiner Vorteil ist, denn keiner der Gäste möchte hier als geizig hervorstechen.

Die polnische Hochzeit

Wie auch in Deutschland wird vor einer polnischen Hochzeit erstmal der Junggesellen- und Junggesellinnenabschied gefeiert. Man isst viel, trinkt viel und feiert viel. Schließlich ist der letzte Abend in vor der Ehe auch das Ende der Unabhängigkeit und der Beginn einer romantischen Zeit zu Zweit.
In Polen wird sowohl standesamtlich als auch kirchlich geheiratet. Traditionsgemäß fährt der Bräutigam samt Eltern kurz vor der Hochzeit zum Elternhaus der Braut, wo er seine Zukünftige abholt und sich den Segen der Brauteltern abholt. Von dort aus fahren alle gemeinsam zunächst zum Standesamt und anschließend zur Kirche. Hier laufen Braut und Bräutigam heute gemeinsam zum Altar. Nach der Trauung wird die Braut von den Gratulanten mit reichlich Blumen beschenkt und das frisch vermählte Ehepaar wird mit Münzen beworfen, was als symbolische Finanzspritze der Gäste gelten soll. 

Die Hochzeitsfeier findet im Anschluss, wie in Deutschland, in einem Restaurant, einem Hotel oder angemieteten Saal statt. Bei der Ankunft in der Hochzeitslocation, wird das Brautpaar mit Brot, Wein und Salz begrüßt. Hier wird der Wein häufig auch durch Wodka ersetzt. Es werden Wodka Gläschen herumgereicht, die umgehend zu trinken sind. Im Anschluss werden die Gläser nach hinten über die Schulter geworfen. Mit dieser Geste wird dem Brautpaar eine rosige Zukunft vorhergesagt. Die Braut wird vom Bräutigam über die Schwelle getragen, was  für polnischen Paare sehr wichtig ist. Der nächste Höhepunkt findet an Mitternacht statt, denn um diese Zeit wirft die Braut ihren Schleier in die Gruppe der Junggesellinnen und der Bräutigam seine Fliege oder Krawatte in die Gruppe der Junggesellen. Die jeweiligen Fänger treten angeblich als Nächste vor den Traualtar. Im Anschluss wird ausgelassen bis in den Morgengrauen gefeiert, mit viel Essen & natürlich auch Wodka.

Am nächsten Tag findet die Poprawiny statt, eine Afterparty in einem Elternhaus des Brautpaares. Die zweite Feier soll die Zeit der Hochzeit verlängern und somit verschönern.

Viele verschiedene Kulturen und damit verbunden sind auch viele verschiedene Hochzeitsfeiern, die genug Inspiration für Ihre ganz besondere Hochzeit bieten können. Picken Sie sich die für Sie interessantesten und schönsten Dinge heraus und integrieren Sie diese nach Ihrem Geschmack in Ihre Hochzeit. Somit steht Ihrer ganz speziellen Traumhochzeit nichts mehr im Wege.

Jetzt kennen Sie auch einige Traditionen und Bräuche anderer Nationen rund um den Globus. Vielleicht ist ja auch ein Brauch für Ihre Hochzeit dabei. Eine Mischung aus Tradition und Moderne kann nie schaden. Viel Erfolg bei der Planung Ihrer Hochzeit! Gerne können Sie uns kontaktieren, falls Sie weitere Fragen oder Interesse an unserer Location haben. 

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